Globale Machtverschiebungen

Die globalen Machtverschiebungen mit dem Aufstieg Chinas, Indiens und Brasiliens und dem Abstieg der USA und ihrer Verbündeten setzen die internationale Ordnung und die sie stützenden internationalen Institutionen unter massiven Anpassungsdruck. In manchen Institutionen hat dies tatsächlich zu institutioneller Anpassung geführt, während in anderen Institutionen ganz ähnliche Anpassungsversuche gescheitert sind. In diesem Projekt wird untersucht, wann institutionelle Anpassung gelingt und wann sie scheitert. Dabei zeigt das Projekt zum einen, dass institutionelle Anpassung insbesondere in Form von „Kooptation“ der aufsteigenden durch die absteigenden Mächte erfolgt. Zum zweiten wird gezeigt, dass Kooptation nicht zuletzt von der politikfeldspezifischen Machtverteilung zwischen Aufsteigern und Absteigern abhängt. Und zum dritten zeigt sich, dass Kooptation nur dann zu einer Stabilisierung der jeweiligen Institutionen führt, wenn sich die Absteiger gegenüber den Aufsteigern „großzügig“ zeigen.

Publikationen

  • Knill, Christoph; Kruck, Andreas; Rittberger, Berthold; Seelkopf, Laura & Zangl, Bernhard. (2025). Failing through success? How stable liberal orders become self-destabilising, Journal of European Public Policy. https://doi.org/10.1080/13501763.2025.2580519
  • Heinkelmann-Wild, T., Kruck, A., & Zangl, B. (2024). The cooptation dilemma: Explaining US contestation of the liberal trade order. Global Studies Quarterly, 4(2), ksae024.
  • Frankenbach, P., Kruck, A., & Zangl, B. (2021). India’s recognition as a nuclear power: A case of strategic cooptation. Contemporary Security Policy, 42(4), 530-553.
  • Kruck, A., & Zangl, B. (2020). The adjustment of international institutions to global power shifts: A framework for analysis. Global Policy, 11, 5-16.